Unser Leben unterwegs

Viele werden sich fragen, wie finanziert man so ein Leben !?

 

Es gibt viele die Reisen. Die einen haben das Rentenalter erreicht, manche ein Haus verkauft oder auf den Traum der Freiheit gespart, dann gibt es wieder solche, die betteln oder Flaschen sammeln müssen.

 

Wir hatten ein Startkapital von 25.000 Euro, dieses ging für die Anschaffung und den Umbau gänzlich zur Neige......aber das war uns von vorne weg klar.  Wir wollten den Traum auch nicht aufgeben, oder noch warten und weiter sparen, wir fuhren los....!

 

Da wir eigentlich alles an Bord haben ( siehe Fahrzeug ) sind wir nicht auf die teilweise hohen Platzgebühren auf Campinganlagen oder Stellplätzen angewiesen und einen guten Stellplatz findet man immer....oft so gut das man einfach mal etwas länger bleibt und den Kontakt zu Einheimischen sucht. Mit der Kontaktaufnahme kommt auch der Job bzw. die Tipps wo etwas zu verdienen ist. Aber keine falschen Vorstellungen.

 

Ein Beispiel.:

 

Von Oktober 2014 bis April 2015 arbeiteten wir in der Landwirtschaft in den Abruzzen, meine Partnerin war täglich mit der Herstellung von Käse beschäftigt und ich versorgte das Vieh ( Melken, Füttern, Misten ). Der Lohn war im Monat für uns beide 500 Euro, dass heisst wir hatten einen Stundenlohn von ca. 1,30 Euro, es war Vollzeit ! Wer unterwegs ist braucht sich nicht auf Mindestlohn oder Gewerkschaften zu berufen, wer dies tut, sollte zuhause bleiben ! Klar kann man auch im Süden einen Job finden, der mehr abwirft, aber das ist ja nicht der Sinn,- wir wollen ja unterwegs sein, Menschen kennenlernen, Neues sehen..

der Lohn ist oftmals gering, aber nicht im Mittelpunkt, wenn du stehst brauchst du weniger Geld, wie wenn du unterwegs bist......und wir leben gut, verzichten auf Bar`s und Lokale, kochen selber und holen unsere Lebensmittel im Supermarkt.....! Wir haben am Tag kosten von ca. 30 Euro, dies ist ein Betrag, den wir immer kalkulieren, ob wir fahren oder stehen....

 

Im Sommer gehen wir teilweise auf die Alp. In dieser Zeit muss Geld verdient werden. Der Verdienst geht hier für 2 Personen auf ca. 2000 Euro, nicht viel werden manche denken, aber es ist mehr als ihr denkt, da wir ja keine Miete zahlen und das Fahrzeug steht, kann man davon aus gehen das 80 % des Verdienstes bei uns bleiben. In dieser Zeit sind wir auch meist vollversichert.Natürlich ist die Arbeit hart und nicht für jeden geeignet, Menschen die auf einer Alp Ruhe und Entspannung suchen, sollten die Finger vom Alpleben lassen..

 

Es gibt natürlich auch Zeiten, in denen nur einer von uns arbeitet, dieses darf natürlich nicht zu Spannungen führen, der andere kümmert sich dann um den Rest wie z.B. kochen, putzen, Fahrzeug pflegen usw. 

 

Wir sind jetzt über 2 Jahre unterwegs und es ging immer weiter, der Tagesablauf ist immer daran gebunden. wo wir sind, was wir tun.- ob wir arbeiten oder den Horizont als Ziel suchen....auch wenn die Arbeit manchmal hart ist und der Kampf um die Existenz immer der Begleiter ist, werde und wollen wir dieses Leben nicht aufgeben, denn man kann anders Leben, besser - intensiver - freier.

 

Das Leben unterwegs ist für uns keinerlei Einschränkung, nennen wir es Gewohnheit. Der grösste Luxus ist, wir bekommen keine Rechnungen mehr wie z.B. für Strom, Wasser, Ämter ..etc..

 

Wir haben also immer was zu tun und wenn wir so zurück denken, gibt es nichts zu bereuen,- das Leben ist nicht immer einfach, aber wenn du unterwegs bist, siehst du Dinge, die dir in einem "normalem" Leben nie vor die Linse laufen, man sieht das Leben aus einer anderen Perspektive.

 

Die Bilder zeigen, dass wir unseren Unterhalt schwer verdienen, wir gehen wenn wir arbeiten ans Limit um uns dann wieder auf den Weg zu machen....

 

 

 

 

 

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