Gnadenhof Südtirol / Konzept

Das Konzept zum Projekt Gnadenhof Südtirol

Nach langen Überlegungen, schlaflosen Nächten und immer wiederkehrenden Zweifeln habe ich mich nun dazu entschlossen, den Schritt zu wagen. Ich bin es den Tieren ganz einfach schuldig, den auch an meinen Händen klebt Blut und ich habe es zulange verdrängt.

Nach nunmehr fast 30 Jahren, mit Unterbrechungen in der Land und Forstwirtschaft, als Hirte und Senn auf Almen und Ehrenamtlich Aktiv in verschiedenen Tierheimen in Teilen von ganz Europa, habe ich viele positive Dinge erlebt, aber auch vieles negatives,- das mich bis heute immer wieder einholt. Gerade die vergangenen 3 Jahre in der Landwirtschaft in Südtirol, haben mich dazu bewogen, ein komplettes Loslösen von diesem kommerziellen Berufszweig zu vollziehen. Mir wurde eigentlich erst durch die ganzen Veröffentlichungen von Skandalen in der Landwirtschaft, durch die Sozialien Medien bewusst, dass ich hier genauso die Hände im Spiel habe und ein mit Verursacher der ganzen Tier Transporte bin, ich habe in den vergangenen 2 Jahren 22 Kälber auf die Welt gebracht, 2 davon waren mehr tot als lebendig und mussten reanimiert werden, bei einem Kalb dauerte die Geburt 24 Stunden, das Kalb kam viel zu Groß auf die Welt. Der Grund dafür war schnell gefunden, die Kuh wurde mit einem Stier belegt, der bekannt ist Große Kälber zu erzeugen (er ist nicht mehr im Programm) Auf den weiteren verlauf werde ich hier nicht eingehen, das würde den Ramen sprengen, aber einige Personen haben mich damals besucht und es gesehen.

Die Landwirtschaft rennt genau in die verkehrte Richtung, egal ob es Milch oder Fleisch Produkte sind, der Anteil der im Müll landet ist zu hoch…….und ich gehe davon aus, das wenn es so weiter geht der Anteil von Obst, Gemüse, Fleisch und Milch Produkten im Müll fast genauso hoch ist wie der von Plastik.

Südtirol ist ein starkes Land, es erzeugt Qualität im Bereich Lebensmittel vor allem die Landwirtschaft, die eigentlich der Werbeträger für dieses Land ist, wird das Tier das in Südtirol geboren ist unter extrem Bedingungen teilweise erst wenige Wochen alt unzählige Kilometer ins Ausland gebracht, wo es dann, wenn es den Transport überlebt, auf brutalste Art und Weise Hingerichtet wird. Auf der anderen Seite erreicht Fleisch das importiert wurde, das Regal im Supermarkt. Ich muss hier nicht studiert sein, um festzustellen das hier etwas verkehrt rennt. Wenn man mit Landwirten darüber redet, bekommt man immer die gleiche Antwort, nämlich die einfachste „Die EU ist schuld „ Aber wehe der Wolf frisst ein Schaf, da wird mit subventioniertem Diesel auf Bozen gefahren und für die halbe Welt eine Komödie veranstaltet, die noch dazu im Fernsehen übertragen wird und tagelang die Zeitungen füllt…….Aber wegen hunderten von Kälbern, die jedes Monat Südtirol verlassen, lockst du keinen Verbraucher und schon gar keinen Bauern hinter dem Ofen vor. Aber Gottseidank sind nicht alle so, mittlerweile gibt es in Südtirol viele Betriebe die es begriffen haben und solch Betriebe gehören sich Unterstützt. Das Thema Lebensmittel vom Erzeuger gehört sich weiter sensibilisiert, damit diese Betriebe eine faire Chance bekommen. Und Merkt euch etwas die ganzen Labels die es mittlerweile gibt, sind teilweise eine einzige Markt Strategie.

Viele werden sich jetzt Fragen, was hat das mit dem Thema Gnadenhof zu tun?

Ein Gnadenhof, hat viele Aufgaben, in erster Linie soll er für Tiere ein Zuhause sein die in Tierheimen sitzen und keinerlei Chance auf Vermittlung haben, sei es durch Krankheit oder alter, diese Tiere brauchen Betreuung und einen Platz wo sie bis ans Ende ihrer Tage ihr Auskommen haben. Die Tierheime machen ihre Arbeit super, wenn ich bedenke das sie alle Ehrenamtlich ihre Zeit opfern um für diese Seelen da zu sein, haben sie wenig Anerkennung und werden in der Öffentlichkeit teilweise noch durch den Dreck gezogen.

Ich habe mich in den letzten Wochen, telefonisch mit einigen Tierärzten in Südtirol, Österreich und Deutschland telefonisch in Verbindung gesetzt und gefragt warum eigentlich nicht schneller zugegriffen wird, wenn erhebliche Verstöße vorliegen, ich bekam immer die gleiche Antwort „Wir würden öfter handeln, aber wohin mit den Tieren“ Mit dieser Antwort habe ich gerechnet. Deshalb möchte ich einen Platz schaffen wo solche Tiere untergebracht werden können und sofort weiter versorgt werden, egal ob es ums melken geht oder um Tierärztliche Betreuung, von dort aus können sie dann in Ruhe einen neuen Besitzer finden.

Wie soll der Hof funktionieren was soll er darstellen?

Es gibt einige Gnadenhöfe, alle haben das gleiche Problem --- Das liebe Geld ----- es wäre heute ein Genickbruch vorab, einen solchen Hof auf einem Bein zu fahren, der Absturz wäre programmiert und würde nicht lange auf sich warten lassen. So ein Hof kann viele Aufgaben und Ziele haben, vor allen soll er mit ein Nutzen für die Gesellschaft sein. Ein Treffpunkt für Jung und Alt, für Behinderte Menschen soll er vielleicht eine stundenweise Beschäftigung bieten, je nach Art der Behinderung und Fähigkeiten. Es könnte eine Wohngruppe gebildet werden, für Menschen die aus was für Gründen auch immer, mit einer Momentanen Situation nicht klarkommen und Abstand brauchen. Es könnte ein Treffpunkt für ältere Menschen werden, die alleine leben und Kontakte zu Gleichgesinnten suchen. Keine Angst ich habe auf solchen Höfen schon mitgeholfen und diese Funktionieren Hervorragend, es gibt sie in der Schweiz und in Deutschland. Es ist erwiesen, dass Tiere unheimlich viel bei gewissen Menschen Gruppen bewirken. Er soll eine Informationsstelle für Menschen werden, die im Bereich Tierschutz etwas bewirken wollen. Es ist hier alles offen, jeder der möchte kann hier mitwirken und sich einbringen, wie er möchte.

 

Was habe ich bis jetzt erreicht?

Ich habe unzählige Telefonate geführt und mich komplett auf dieses Projekt eingelassen. Es wurden 2 Makler hinzugezogen, die mich bei der Hof Suche unterstützen. Es sind im Moment 3 Höfe vorhanden, einer steht zur Verpachtung und 2 zum Verkauf. Es wurde mit verschiedenen Firmen telefoniert, in wie weit sie bereit wären hier einen Beitrag finanziell oder Materiell beizusteuern, diverse Firmen haben mich zu einem zeitnahen Gespräch eingeladen. Ich verfüge über ein großes Netzwerk, an Menschen die im Wohnmobil leben und in ganz Europa unterwegs sind, hier ist vom Steuerberater bis zum Eklektiker alles vorhanden, ich habe mit einigen Kontakt aufgenommen sie würden jederzeit beim Aufbau mitwirken.

 

Wie geht es weiter? Der wohl wichtigste Punkt……

Ich werde jetzt hier in 3 Wochen abschließen und die Saison beenden und zeitgleich mein wohlverdientes Dasein als Frührentner antreten, Silke und ich werden dann Richtung Südtirol fahren und mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Es werden die Höfe besichtigt und Verhandlungen geführt. Wir werden Ende November ein Treffen mit allen Präsidenten und Vorständen, der Tierschutz Vereine in Südtirol organisieren. Des Weiteren habe ich einen Info Stand organisiert, der ab November im täglichen Wechsel in verschiedenen Städten in Südtirol die Bevölkerung über dieses Vorhaben informiert. Es ist mit zwei anderen Organisationen, für Mai eine Kundgebung in Planung die in Bozen stattfinden soll, wo über die Tier-Transporte, die Südtirol verlassen informiert wird. Es wurde bereits eine Domain registriert und online gestellt, die unter www.gnadenhof-suedtirol.com erreichbar ist. Diese Seite wird in den nächsten Wochen aufgebaut und dort wird dann wöchentlich über den Stand der Dinge berichtet, es wird ein Newsletter erstellt der abonniert werden kann und alle weiteren Informationen beinhaltet. Ich habe mir ein Zeitfenster von September 2019 bis Juni 2020 gegeben um diesem Projekt ein Fundament zu geben, das Fundament sind 800.000 Euro bis jetzt sind wir bei 6580 Euro und verschiedenen Sachspenden wie zum Beispiel einer Industrie Waschmaschine original Verpackt, verschiedenen Werkzeugen, einen Stromerzeuger mit 6 Kw und ich bin mir sicher es wird mehr, und deshalb benötigen wir in naher Zukunft einen Lagerraum für Sachspenden und Material, wer zufällig eine Möglichkeit hat diese Sachen unterzustellen bitte melden. Es werden nunmehr auch Mitwirkende gebraucht die sich in dieses Projekt jetzt schon mit einbringen, es geht um die Verwaltung der Gelder, die Gestaltung des Internet Auftrittes und vielem mehr, wer Lust hat von Anfang an dabei zu sein, soll sich ganz einfach bei uns melden……natürlich wird es auch Kritiker geben, das soll auch so sein, denn gute und bedachte Kritik kann oft zu neuen Ideen führen und es können durch Kritik auch manche Fehler vermieden werden.         

Sollte jemand Höfe wissen die zu verpachten oder zu verkaufen sind, bitte bescheid sagen. Der Hof sollte etwas abgelegen sein und über genug Grundfläche verfügen, es wird nicht einfach werden, denn teilweise müssen Maschinen mit abgelöst werden und Flächen die zum Hof gehören sind verpachtet.

Es wird keine leichte Aufgabe, darüber bin ich mir im klarem aber jeder Schritt der nach vorne geht ist ein Erfolg und sollte es nicht zum gewünschtem Erfolg führen was ich nicht glaube, werden alle Sach- und Geldspenden unter den Tierschutz Vereinen in Südtirol aufgeteilt.

Für Geldspenden steht folgendes Konto zur Verfügung.:

IBAN DE06 7609 0500 0004 1855 01   BIC  GENODEF 1506  bitte bei Einzahlungen und Überweisungen

Unbedingt den Verwendungszweck  „ Gnadenhof Südtirol „ angeben

Im Moment sind wir 8 Hände und 8 Beine, die versuchen dieses zu realisieren.

Silke, Michael, Tanja und Peter  

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